“Deutschland Lagerland!” Teil 1

Am Samstag endete die “International Refugee Human Rights Tour” in München – Teil 1 eines Tourberichtes

Eine Woche lang waren Flüchtlinge, MigrantInnen und AktivistInnen in Bayern unterwegs, um die Abschaffung der Flüchtlings- und Abschiebelager und ein umfassendes Bleiberecht zu fordern. Trotz der – angesichts der enormen Mobilisierungsanstrengungenen – mäßigen Beteiligung und trotz heftiger Debatten und Auseinandersetzungen brachten die zirka 70 Reisenden eine gute Tour.

Rückenwind gaben vor allem die beeindruckende Beteiligung vor allem der Neuburger Flüchtlinge sowie die Medienpräsenz, die durch die ins Sommerloch fallende Bleiberechtsdiskussion zwischen Bundesinnenminister Schäuble (CDU) und seinem bayerischen Kollegen Beckstein (CSU) entbrannt ist.

Erste Station: Nürnberg/Füth

im Zentrum einer Kampagne gestanden hatte

“Nürnberger Nachrichten”

Nach der Demo klang der erste Tag bei der Auftaktparty in der Nürnberger “Desi” mit Volxküche und Konzerten u.a. von “Microphone Mafia” aus.

“Nürnberger Nachrichten”

Kurz darauf im Nürnberger Hauptbahnhof: Eine Gruppe AktivistInnen betritt – bereits in Begleitung einer Gruppe USK-Beamter – die Haupthalle und sperrt einen kleinen Bereich als “kontrollfreie Zone” ab. Flyer und Plakate weisen auf rassistische Polizeikontrollen hin und fordern: “kontrolliert die Kontrolleure!” Die Aktion, bei die PolizistInnen zu DarstellerInnen wurden, kam bei den Reisenden gut an, die Polizei allerdings wollte darin eine unzulässige Demonstration vom Infostand vor der Lorenzkirche weg sehen drohte mit dem Abbruch des selben. Am Infostand fand derweil ein Quiz statt, bei dem die PassantInnen ihr Wissen über Flucht und Migration testen konnten.

Nicht weit entfernt errichteten Aktivisten eine Grenze, an denen Schattenrisse kletternde Flüchtlinge zeigten, die von einem Grenzzaun “draußen” gehalten wurden. Ein Infotisch und Audiobeiträge informierten über die unwürdigen Arbeitsbedingungen von illegalisierten und “legalen” AusländerInnen in Deutschland.

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