Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda

Wie in den vergangenen Jahren hat sich auch diesmal wieder gezeigt: Nur wenn wir selbst handeln und auf die Strasse gehen, können die Nazis gestoppt werden. Im Vorfeld des Neonazi-Aufmarsches vom 12. 10. hatte sich ein breites gesellschaftliches Bündnis gebildet, das einen solch massiven Druck entwickeln konnte, dass das Kreisverwaltungsreferat den Marsch durch die Stadt kurzfristig verbot. Dennoch wollten Gerichte und aufgrund deren Entscheidungen die Polizei den Faschisten den Weg frei machen. Aber die Neonazis wurden von 3.000 Gegendemonstranten gestoppt. Unverständlicherweise duldete die Polizei Hitlergruß und unverhohlene Propaganda für den „Nationalsozialismus“.

Nach ihrer Niederlage vom 12. Oktober wollen die Neonazis jetzt erst recht in München marschieren. Für den 30. November 02 haben die selben braunen Drahtzieher gleich zwei Demonstrationszüge angemeldet. Sie wollen auf alle Fälle ihre Märsche in München durchsetzen.

Wir Münchnerinnen und Münchner müssen ihnen noch klarer und deutlicher als am 12. 10. und am 1. März 1997 zeigen, dass wir Nazi-Aufmärsche nicht dulden.

Die Verhöhnung der Opfer der Nazidiktatur und die Wiederbelebung der Traditionen der Wehrmacht durch die Neonazis dürfen und werden wir nicht zulassen.

Die deutsche Wehrmacht war die „zweite Säule“ des NS-Staates. Ohne diese Wehrmacht hätte es kein Auschwitz und nicht die 55 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs gegeben.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen

Wir rufen deshalb alle Münchnerinnen und Münchner

auf, den Nazis kreativ und entschlossen entgegenzutreten.

Wann und wo immer Nazis aufmarschieren – wir werden präsent sein!

Stoppen wir gemeinsam den braunen Spuk bereits dort, wo er beginnt.

Weitere Unterstützungserklärungen bitte schnellst möglich senden an: [email protected] oder an Fax: 089 – 168 94 19

Spendenkonto:

Claus Schreer, Postbank München, Kto: 57016 – 805, BLZ: 700 100 80, Stichwort: „30. November“

Angemeldete Aufmarsch-Routen der Nazis

am Samstag, den 30. November 2002, Beginn: 12 Uhr

Vom Stachus und gleichzeitig vom Busparkplatz an der südlichen Theresienwiese zum Goetheplatz (Genaue Routen werden noch rechtzeitig bekannt gegeben)

Anmelder sind die führenden Nazi-Kader Christian Worch und Steffen Hupka.

Protestiert mit uns

gegen die Wehrmachts-Verherrlichung und NS-Propaganda

auf dem Marienplatz

am Sonntag, den 10. November 2002, von 15 bis 18 Uhr

30 bis 40 Nazis stänkern gegen die Wehrmachtsausstellung – massiv geschützt von der Polizei gegen zahlreiche AntifaschistInnen

Anmelder ist Martin Wiese. Anlässlich seiner Geburtstagsfeier im Januar 2001 hatten seine Nazi-Kameraden einen Griechen vor der „Burg Trausnitz“ beinahe tot geschlagen.

An die 90 Organisationen und doppelt soviele Einzelpersonen hatten den Aufruf „Kein Nazi-Aufmarsch am 12. Oktober 2002“ unterzeichnet. Doch weitere geplante Naziprovokationen (am 30. November 2002) erfordern einen neuerlichen Aufruf: „Stoppt die Nazis“. Wir bitten alle, die diesen Aufruf (auch finanziell) unterstützen wollen, ihre Erklärung schnellst möglich abzugeben. Für die Erstauflage bis Montag abend, 11. 11., 20 Uhr

Bündnis gegen Nazi-Aufmärsche

Als erste haben sich spontan bereit gefunden (Dieser UnterstützerInnenkreis ist also längst nicht repräsentativ):

(UnterzeichnerInnen bis zum Stichtag 6. November 2002)

Initiatoren: Ver.di Arbeitskreis Aktiv gegen Rechts Münchner Bündnis gegen Rassismus

Organisationen: * AIDA e.V. – Antifaschistisches Informations- und Dokumentations-Archiv München * Anti-Nazi-Komitee Sendling * antifaschistisch kämpfen München (akm) * AStA der Geschwister-Scholl-Universität München * AusländerInnenbeirat München * Deutscher Freidenkerverband Kreisverband München * DKP Kreisverband München * Fraktion Bündnis 90/Die Grünen – rosa Liste im Münchner Rathaus FDJ-Basisgruppe München * Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft München * Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) * JAM – Junge Autonome München * Lagergemeinschaft Dachau * Libertad! * Linksruck München * München bewegt sich – Eine Stadt gegen rechte Gewalt * Münchner Friedensbündnis * Öffentliche Aufforderung zu gewaltfreiem Widerstand gegen Rüstung und Krieg * Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit * PDS München * Revolutionär Sozialistischer Bund – RSB, IV. Internationale * SDAJ-Gruppe München * SDAJ Landesverband Bayern * ver.di-Jugend München * ver.di Bezirk München * Vereinigung der geistlichen Schwestern in der Erzdiözese München-Freising * Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) München

Einzelpersonen: Angela Antoni, ver.di-Betriebsrätin * Ernst Antoni, stv. Bezirksvors. ver.di * Siegfried Benker, Fraktionsvors. Bündnis 90 /Die Grünen – rosa Liste im Münchner Stadtrat * Heinrich Birner, Geschäftsführer ver.di-Bezirk München * Bernd Bücking, DKP-Kreisvorstand München * Eva Bulling-Schröter * Josef Frey, ver.di VM, Betriebsrat * Hans-Georg Frieser, Personalrat ver.di, VM * Joachim-Peter Graf, Geschäftsführer GEW München * Walter Listl, Vors. DKP-Bezirk Südbayern * Martin Löwenberg, Vorstandsmitglied VVN-BdA * Max Mannheimer, Vors. Lagergemeinschaft Dachau * Leo Mayer, stellv. BR-Vorsitzender * Cumali Naz, Vors. AusländerInnenbeirat MünchenTom Nikolai * Corinna Poll, Mitgl. Landesvorstand AsF * Harald Pürzel, Bezirksvors. ver.di München * Eleonore Romberg, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) * Dagmar Rüdenburg, Gewerkschaftssekretärin ver.di München * Adelheid Rupp, RAin, stellv. Vorsitzende Münchner SPD * Claus Schreer, Münchner Bündnis gegen Rassismus * Franz Schütz, Jugendsekretär ver.di-Bezirk München * Sybille Widenmann, Betriebswirtin * Günter Wimmer, Sozialarbeiter